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Statik...

Wenn es keine Gewalt mehr gibt, fehlt Pazifisten die Existenzberechtigung. Man könnte sie alle von unserer schönen Scheibenwelt stoßen. Es ist abstoßend: Wir stehen staunend vor Schaufenstern, die mit allerlei Nutzlosem gefüllt sind. Wenn man kein Gewissen hat, kann man auch kein schlechtes Gewissen haben. Man muss gar nicht etwas völlig neues machen, es reicht völlig aus einfach etwas anderes zu machen und über anderes Wetter zu reden: Es regnet, es schneit. Es tut mir Leid, dass der niedliche Hundewelpe in dem verriegelten Ford Escort auf dem Parkplatz vor dem Einkaufsparadies in der schönen Mittagssonne eingegangen ist. Radikale Christen laufen mit gelben Gummistiefeln durch die Fluten des gefluteten Dresdens und scheitern daran das Wasser zu teilen. Es regnet Heuschrecken, die sich bemühen, wieder dorthin zu springen, wo sie hergekommen sind. Wenn man nicht weiß, wo man herkommt, kann man auch nirgends wohin zurückkehren, geschweige denn seine Herkunft verleugnen. Die Welt dreht sich so schnell, dass man den Halt zum Boden verliert. Ein Lied sagt nur dann mehr als 1000 Worte, wenn der Text Eintausend und ein Wort hat. Mir fehlen die Worte. Ich glaube, dass ich jeden Tag ein bisschen mehr das Interesse an allem verliere, was in keiner direkten Beziehung zu mir selbst steht. Nicht einmal das interessiert mich wirklich. Entgegen aller Gerüchte lebe ich im wirklichen Leben ein wirkliches Leben. Und komme trotzdem zu dem, was man mir als Endzeitbeschreibung unterschieben möchte. Mir fehlt die Zeit, jedes mal wirklich deutlich zu werden. Zudem sollte das auch nicht meine Aufgabe sein. Meine Aufgabe bewegt sich irgendwo zwischen statischer Bewegung und tatsächlicher Aufgabe. Zugehörigkeit liegt nicht in der Natur des Menschen, wenn Menschen nicht natürlich sind. So bekommt jeder Idiot seine Rechtfertigung, den Rasen im Schrebergarten so kurz wie möglich zu halten. Der Rauch der Grillkohle erinnert leicht an industrielle Schornsteine. Jeder nutzt seine Vorteile. Wer will schon hinten anstehen, wenn man weiter vorne mehr sieht.. Wenn wir aus der Warteschlange eine Menschenkette bilden können, haben wir es endlich geschafft, uns endlich vom Tier zu differenzieren. Niemand hält deine Hand, wenn Du keine Hände hast.
29.11.14 00:24


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Rettet die Wale unso...

Muss man jetzt 'nen schlechtes Gewissen haben Kinder zur Welt zu bringen, wenn in 50 Jahren die halbe Welt versinkt? In Wasser von dem dann zu wenig da ist. Wer heut' noch verdurstet wird morgen ertrinken. Also darf ich jetzt nur noch mit der Hand waschen und kein Licht mehr anmachen, wenn draußen noch die Sonne scheint? Ich mein während ich das schreib steht mein halbes Hab und ganzes Gut mit höchster Wahrscheinlichkeit auf standby. Energiesparklassen sind noch kein Gewissen und Ökostromwerbung auf Ökopapier wird auch weggeschmissen. Obwohl wir wissen was uns erwartet fahren wir mit wehenden Fahnen zu Castor-Demos auf Autobahnen. Mir solls egal sein, dieses Werk ist nicht mein, ich hab kein Fließband erfunden, trenne Müll und hab kein Führerschein. Solang es noch geht, mach ich weiter wie gewohnt und bete täglich zur NASA bringt meine Kinder zum Mond Die Welt ist ein einziger stinkender überlaufender Recyclingcontainer gefüllt mit dem Überfluss der sich aus dem ganzen nutzlosen Dreck ergibt. Was wir nicht mehr brauchen werfen wir weg, nur weil's uns langweilt. Es bleibt keine Zeit mehr sich mit alten Dingen die Zeit zu vertreiben. Was bleibt ist nur die verblasste Ahnung des grünen wunden Punktes. Der Genuss verkommt unendlich und verändert nur den Geschmack ins unendliche. Das Schlucken führt zum Brechreiz und lockt die Säure aus der Magengegend, nur so können wir der Welt zurück geben, was wir ihr gewalttätig nehmen. Wir lassen Wasser laufen, kaufen Müll in noch mehr Müll verpackt und beschweren uns, dass das ganze dreckige Essen trotz Dreck nicht satt macht. Wir beten den Schein an, der für uns ans Kreuz genagelt wurde und danken dem Vater für die Bescherung zwischen Abendbrot und Mitternachtssnack. Wir können nicht verantwortlich gemacht werden für unseren ständigen Hunger, weil wir Opfer unserer Umwelt sind und uns nur ums Beste für uns kümmern. Wir sind der fleischgewordene Antichrist, der lächelnd auf die Erde pisst und der dann langsam aber sicher an der verseuchten Erde erstickt. Ich trink direkt aus der Flasche, um das Wasser zu sparen, mit dem ich das Glas abspülen müsste. Aus Liebe zu unserer Umwelt fälle ich Bäume um Parkanlagen anzulegen. 2 Wale ergeben genug Walfleisch um sämtliche bayrische Fleischerbetriebe vom Markt zu drängen. Das dringende Bedürfnis der Bedürftigen hat meistens noch Zeit. Seitdem ich weiß, dass Steine Mineralien enthalten, befürworte ich jeden friedlichen Demonstranten der Steine wirft. Der demonstrative Widerstand steht auf eigenen Beinen. Bei Turnschuhen aus talentierten Kinderhänden ist der gute Halt auch bei saurem Regen garantiert. Werbeprospekte verbrennen auf meinem Hinterhof um Heizkosten im Karree zu sparen. Mikrowellenessen aus biologischem Anbau lässt uns nur so laut aufstoßen, dass sich niemand belästigt fühlt. Denn letzten Endes, ist es immer das eine Ende der Nahrungskette, die versucht uns die Nahrungskette als Modeschmuck zu verkaufen. Ich tausche Altpapier gegen Glasperlen. Der Sammelbehälter hält im Winter Obdachlose warm. Wer keine Lampen zu Hause hat, muss sich nicht fragen, ob es sich lohnt für Energiesparlampen mehr zu bezahlen. Tiere in Käfigen lassen sich besser jagen und selbst fettarme Milch ist für Bulimie Kranke schon zu viel. Mit Nokia am Ohr hab ich schon jetzt Hoffnung auf bescheinigte Arbeitsunfähigkeit. Aber meine Blumenkästen am Balkon werd' ich auch dann noch versorgen können...
14.11.14 00:58


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